Stadt Wörth am Main - Konzeption der KiTa "Rasselbande"
SUCHE IN WOERTH-AM-MAIN.DE

 Konzeption
 der
Kindertageseinrichtung
  Rasselbande
Pfarrer-Adam-Haus-Str. 6 c
63939 Wörth am Main
Telefon: 09372/8352
e-mail: kita-rasselbande-woerth@t-online.de
Stand: April 2016

Inhaltsangabe

 

Seite

Titel

Chronik der KiTa Rasselbande

 

Übersicht Planung und Baubeginn

 

Öffnungszeiten, Gebühren, Lage

 

Räumlichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Institutionen

 

Trägerschaft, Dokumentation, Beobachtung

 

Frühstück, Mittagessen

 

Freispielzeit

 

Dialog Eltern - Einrichtung

 

Krankheit, Unfälle, Sauberkeitserziehung

 

Kompetenzen – Sozialkompetenz

 

Selbstkompetenz

 

Sachkompetenz

 

Das Personal berücksichtigt

 

KiTa als Ausbildungsstätte

 

Anleitung der Praktikanten

 

Sprachförderung im Elementarbereich

 

Migrantenkinder

 

Bedeutung der Bewegung für die Sprache

 

Aktionen für und mit unseren „Großen“

 

Kooperation Kindergarten – Grundschule

 

Konzept der alltagsintegrierten Sprachbildung

Chronik der Kindertagesstätte Rasselbande

Am 27.09.1991 stellte die CSU-Fraktion einen Antrag zur Errichtung eines weiteren Kindergartens. Bisher wurden die Wörther Kinder im Kindergarten an der Triebstraße in insgesamt 4 Gruppen mit je 25 Kindern betreut. 

Notwendig wurde der Neubau durch den mit der dynamischen Bautätigkeit verbundenen Zuzug vieler junger Familien sowie den ansteigenden Geburtenzahlen in den vorangegangenen Jahren. Es wurde erkannt, dass das Wachstum der Stadt auch die Schaffung weiterer Kindergartenplätze notwendig macht.

Der bislang bestehende Kindergarten war schon an die Grenzen seiner Kapazität angelangt und konnte für die dreijährigen Kinder nur noch Halb-Tagesplätze bereitstellen.

Am 13.11.1991 beschloss der Stadtrat die planerischen und baurechtlichen Voraussetzungen für den Neubau zu schaffen. Es bot sich an, bei der Ausweisung des Baugebiets „Wörth-West“ eine entsprechende Erweitungsfläche auszuweisen und direkt neben dem bestehenden Kindergarten eine neue Einrichtung zu bauen.

Nach einer Informationsfahrt des Stadtrates wurde am 01.04.1992 der Auftrag für die Planung an Herrn Gerald Springer und für die Bauleitung an Herrn Architekt Helmut Becker vergeben. In der Folge mehrten sich die Zweifel, ob der vorgesehene Standort neben dem bestehenden Kindergarten sinnvoll sei. Verschiedene Alternativstandorte wurden untersucht. Mehr und mehr kristallisierte sich aufgrund seiner zentralen, aber doch ruhigen Lage, seiner Nachbarschaft zu anderen öffentlichen Einrichtungen und seiner günstigen Erschließungsmöglichkeiten der sogenannte „Mädchenheimgarten“ als optimaler Platz heraus.
Das Provinzialat der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ stellte nach Befürwortung durch die bei uns wirkenden Schwestern den „Mädchenheimgartenim Erbbaurecht noch im Mai 1992 zur Verfügung.

Am 03.06.1992 stimmte der Stadtrat diesem Standort zu.
Die Folgezeit war vor allem durch Arbeit hinter den Kulissen geprägt. Die Verwaltung beantragte die Aufnahme des Projekts in den Kindergartenbedarfsplan als notwendige Voraussetzung für die Gewährung staatlicher Zuschüsse. Das Raumprogramm der Einrichtung musste mit der Regierung von Unterfranken abgestimmt und Zuwendungsanträge gestellt werden. Nach Klärung noch offener Fragen erteilte das Landratsamt in Miltenberg am 18.03.1993 die Baugenehmigung.

Der Erbbaurechtsvertrag mit der Kongretation der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ wurde am 04.05.1993 rechtskräftig. Am 09.07.1993 erfolgte der erste Spatenstich durch den ersten Bürgermeister Erwin Dotzel und die Vorsitzenden der beiden Stadtratsfraktionen.
Richtfest und Grundsteinlegung wurden zusammen am 03.12.1993 gefeiert.
Wie schon beim Spatenstich begleiteten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt die Maßnahme mit großem Interesse.

Noch während der Bauzeit wurden vielerlei Planungsdetails intensiv überprüft, infrage gestellt, korrigiert oder bestätigt und durch den Bau- und Umweltausschuss endgültig beschlossen. Obgleich alle Beteiligten, also Architekten, Stadtrat, Verwaltung und Kindergartenpersonal in Einzelfragen zurückstecken mussten und nicht alle Vorstellungen verwirklicht werden konnten, war das Arbeitsklima dennoch vom gemeinsamen Willen geprägt, eine funktionstüchtige, schöne und wirtschaftliche Einrichtung zu schaffen.

Trotz manch widriger Umstände, die sich bei einem Projekt dieser Größenordnung zwangsläufig einstellen, konnte der Kindergarten in der Pfarrer – Adam – Haus - Straße zu Beginn des Kindergartenjahres 1994/1995 mit zunächst zwei Gruppen in Betrieb genommen werden.

Am 30.10.1994 wurde der Kindergarten im Rahmen eines Festgottesdienstes und einer Feierstunde von Herrn Pfarrer Wolfgang Schultheiss und Pfarrer Amarell eingeweiht.
Im darauffolgenden Jahr wurde die 3. Gruppe geöffnet.

In der Stadtratssitzung vom 26.06.2002 wurde die Errichtung eines Containers am Ende des Kindergartens zur Unterbringung der 4. Gruppe beschlossen.
Diese Gruppe öffnete im September 2002.

Nach baulichen Missständen beschloss der Stadtrat im Frühjahr 2009 den Container zu entsorgen und stellte den Antrag auf Errichtung einer 4. Gruppe zur Unterbringung von Kindern im Alter von 1 – 3 Jahren (Krippengruppe).
Mit dieser Baumaßnahme wird im Frühjahr 2010 begonnen.

Nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen kann am Freitag, den 24.09.2010 mit einem Tag der offenen Tür die Neueröffnung der Krabbelkiste der Kindertagesstätte Rasselbande gefeiert werden.

Am 27.09.2010 konnte die Krippe ihre neuen Räume in Besitz nehmen.

Aufgrund hoher Kinderzahlen wird die Krippe im August 2014 erneut in die Räume des Vereinshauses ausgelagert, damit in der KiTa Rasselbande eine vierte Kindergartengruppe Platz findet.

Diese 4. Gruppe wird voraussichtlich bis Sommer 2017 in Betrieb sein, dann soll die Krippengruppe in ihre angestammten Räume zurückkehren.

 

Kindertagesstätte Rasselbande

Übersicht Planung und Baubeginn

 

27.09.1991                Antrag der CSU-Fraktion zur Errichtung eines weiteren Kindergartens
13.11.1991                Stadtratsbeschluss zum Bau eines weiteren Kindergartens
01.04.1992                Stadtratsbeschluss zur Vergabe des Planungsauftrages an die Arbeitsge-
                                    meinschaft Springer/Becker
03.06.1992                Entscheidung des Stadtrats zum Standort im Mädchenheimgarten
18.03.1992                Baugenehmigung durch das Landratsamt
04.05.1992                Abschluss des Erbbaurechtsvertrages
09.07.1993                Spatenstich
03.12.1993                Grundsteinlegung und Richtfest
01.09.1994                Inbetriebnahme durch 2 Gruppen
26.10.1994                Kampfabstimmung des Stadtrats zur Namensgebung beider Kindergärten 
                                    
(unterlegene Alternative: Villa Kunterbunt) 
30.10.1994                Einweihung
01.09.1995                Inbetriebnahme der 3. Gruppe
01.09.2002                Vorübergehende Unterbringung einer 4. Gruppe im Container
13.02.2009                Schließung des Container wegen baulicher Mängel, die Krippengruppe 
                                     wird ausgelagert ins Vereinshaus
Frühjahr 2010            Errichtung der neuen Räume für die Krippe
Mitte Sept. 10            Umzug in die neuen Räume
24.09.2010                Einweihung und Tag der offenen Tür in der Krabbelkiste
27.09.2010                Einzug der Krippenkinder
August 2014              erneute Auslagerung der Krippe ins Vereinshaus
Sept. 2014                 Inbetriebnahme der 4. Kindergarten-Gruppe in den Räumen der Krippe

Unsere Gruppennamen leiten sich ab von den Bilderbüchern des Helme Heine:

1. Gruppe:      Dicke-Waldemar-Gruppe
2. Gruppe:      Johnny-Mauser-Gruppe
3. Gruppe:      Franz-von-Hahn-Gruppe, die Kinder der
4. Gruppe beschlossen in ihrer Konferenz, sich den Namen Grashüpfer-Gruppe zu geben!

Die Krippe ist unsere Krabbel-Kiste

Öffnungszeiten

Unsere Kindertagesstätte ist geöffnet von 07.00 Uhr bis 16.30 Uhr. Durch individuelle Buchungszeiten besuchen die Kinder die Einrichtung zu unterschiedlichen Zeiten.
Vorgegeben wird eine Mindestbuchungszeit von 4,0 Stunden am Tag, und zwar von 08.45 Uhr – 12.45 Uhr.
Für die Krippengruppe besteht die Mindestbuchungszeit von 8.45 – 11.45 Uhr.
Von 09.00 Uhr – 12.30 Uhr (11.30 Uhr Krippe) findet die pädagogische Arbeit statt und daher ist die Eingangstür in dieser Zeit geschlossen.
Nachmittags ist von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr päd. Kernzeit, die Kinder können bis 14.00 Uhr gebracht und ab 15.30 Uhr geholt werden.
Die Kinder dürfen aus versicherungstechnischen Gründen nicht allein nach Hause gehen, die abholenden Personen müssen das 14. Lebensjahr vollendet haben.
Wird das Kind von einer anderen Person als den persönlich bekannten abgeholt, dann soll dies vorher in der Gruppe mitgeteilt werden.

Gebührenübersicht

Benutzungsgebühren pro Kind und Monat: ab 09/16

Gewichtungsfaktoren

2,0

1,0

Buchungszeitkategorie

Kinderkrippe

Kindergarten

Mehr als 2 bis 3 Std.

124,-- €

 

Mehr als 3 bis 4 Std.

150,-- €

  75,-- €

Mehr als 4 bis 5 Std.

167,-- €

  83,50 €

Mehr als 5 bis 6 Std.

184,-- €

  92,-- €

Mehr als 6 bis 7 Std.

201,-- €

100,50 €

Mehr als 7 bis 8 Std.

218,-- €

109,-- €

Mehr als 8 bis 9 Std.

 

117,50 €

 

Lage der Einrichtung und Umfeld

Unsere Institution ist innerhalb von Wörth sehr zentral gelegen. Rundherum finden sich verschiedene öffentliche Einrichtungen und Plätze, wie die Post und die Kirche sowie das Rathaus.
Für kleine Besorgungen befindet sich nicht weit entfernt ein Supermarkt, eine Metzgerei und zwei Bäckereien.
Gegenüber unserer Einrichtung befindet sich ein großer Parkplatz.
Dorthin gelangen wir über einen Zebrastreifen.
Ebenso ist in unmittelbarer Nähe der Wörther Bahnhof.
Der Main ist ein beliebter Ort wenn wir spazieren gehen und auf den Mainwiesen mit ihren Spielplätzen können die Kinder rennen und toben. 

Räumlichkeiten der Einrichtung

Der Kindergarten besteht aus vier Kindergarten-Gruppen und einer Krippengruppe, die zur Zeit im Vereinshaus ausgelagert ist. Die Gruppen unterteilen sich in verschiedene Spielbereiche, z. B. Bauecke, Puppenwohnung, Essbereich, Mal- und Basteltisch. 
Zu jeder Gruppe gehört ein Nebenraum, eine Kindertoilette und ein Abstellraum. 
Der Nebenraum wird entweder als Kuschel- oder Bewegungsraum oder als Mal-und Bastelzimmer genutzt.
Durch den gesamten Kindergarten führt ein breiter Flur, der zum Spielen genutzt wird.
Am Kopf des Flurs befindet sich der Turnraum, mit angrenzendem Geräteraum.
Außerdem haben wir ein Büro, einen Personalraum, eine Küche, einen Putzraum, eine Personaltoilette mit Dusche, ein Traumzimmer, einen Heizungsraum und einen Außenspielgeräteraum. 

Die Krippenräume befinden sich nach der dritten Gruppe im Anbau. Dort stehen der Gruppen- und Nebenraum, ein Schlafraum, sowie ein großzügiger Eingangsbereich für die Kinder und Eltern zur Verfügung.

Öffentlichkeitsarbeit

Der Kindergarten hat die Möglichkeit, für die Einwohner der Stadt kostenlos im Amtsblatt, das für alle Bürger 14-tägig erscheint, Informationen zu verbreiten oder über aktuelle Ereignisse zu berichten, wie z. B. Basare, Theaterveranstaltungen, Ausflüge, Aktionen oder das Kindergarten-Fest.

Für die Eltern gibt es zweimal im Jahr (Sommer, Winter) die Kindergartenzeitung „Rasselgequassel“. Sie beinhaltet interessante Artikel, sowie Lieder und Spiele, Rezepte, Geschichten und aktuelle Informationen. Die Kosten für die rückseitige Werbung decken die Ausgaben fürs Fotokopien.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Kindergarten und Grundschule arbeiten vertrauensvoll zusammen. Die Grossen besuchen vor den Sommerferien die Schule und nehmen am Unterricht teil.
Danach kommen die Lehrkräfte der 1. Klassen in den Kindergarten, um die Vorschüler besser kennen zu lernen und über den Schulalltag zu informieren. 

Bei Problemen nach der Einschulung hält die Schule Rücksprache mit dem Kindergarten. Auch bei zurückgestellten Kindern findet ein Informations- und Erfahrungsaustausch statt.
In unserer Kindergartenordnung ist festgelegt, dass der Kindergarten mit den verschiedenen Institutionen, wie Volksschule, Frühförderstelle. Sprachheilschule, Logopäden, Psychologen, Erziehungsberatungsstelle oder Jugendamt zusammenarbeitet und im Einzelfall Informationen über Entwicklungsstand und Verhalten des Kindes austauscht.
Die Erlaubnis zur Entbindung unserer Schweigepflicht und Inhalte der Gespräche wird von den Eltern des betroffenen Kindes vorher schriftlich (Formblatt) eingeholt. 

Träger

Der Träger des Kindergartens ist die Stadt Wörth am Main, vertreten durch den Bürgermeister Andreas Fath.
Dieser wird in regelmäßigen Gesprächen über Abläufe und Geschehnisse im Kindergarten teils mündlich, teils schriftlich informiert, er erhält Ausgaben der Kindergarten-Zeitung, wird eingeladen zu allen Veranstaltungen (auch zu denen des Elternbeirats) und erhält die Protokolle.
Die Kindergartenleitung berät mit dem Träger über Personaleinstellungen, gibt Termine weiter, spricht sich ab bei der Genehmigung von Urlaubstagen und informiert das Rathaus bei Krankheitsfällen.
Der Bürgermeister besucht den Kindergarten gerne, eine intensive Zusammenarbeit ist deshalb möglich.
Er ist jederzeit telefonisch für die Kindergartenleitung zu erreichen.
Die beiden Leiterinnen kommen in regelmäßigen Abständen mit dem Bürgermeister zu Dienstbesprechungen zusammen, um über Aktuelles zu berichten.Trägervertretungen nehmen teil an Informationsveranstaltungen, z. B. zum BayKiBiG.
Bei schwerwiegenden Problemen mit Kindern/Eltern ist der Träger bereit, sich im gemeinsamen Gespräch mit den Eltern auszutauschen und mit dem Personal Lösungsmöglichkeiten zu finden.
Ebenso unterstützt er uns bei der Einzelintegration von Kindern, arbeitet mit dem Bezirk in Würzburg zusammen und stellt das dafür notwendige Personal ein.

Dokumentation

Das Niederschreiben aller wichtigen Aktivitäten und Beobachtungen sind Eckpfeiler
unseres Wunsches nach Transparenz innerhalb des Teams.

Auch nicht anwesende Erzieherinnen sollen immer die Möglichkeit haben, bestimmte angeleitete Aktionen im nachhinein zu betrachten und die dort festgestellten Beobachtungen in die eigene Arbeit mit einfließen zu lassen.
Die Dokumentationen unseres Kindergartens sind in verschiedene Bereiche einzuteilen.

In den Gruppen werden die Tagebücher geführt, in denen die Anzahl der zu betreuenden Kinder täglich eingetragen wird. Dort sind sämtliche Kinder aufgelistet, die diese Gruppe besuchen mit Anschrift, Telefonnummer, Geburtsdatum und dergleichen. Die Gruppentagebücher geben uns die Möglichkeit bestimmte Arbeitsabläufe festzuhalten: Bastelarbeiten, Krankheit, Urlaub usw.
Außerdem befinden sich in den Gruppen die Beobachtungsbögen, in  die das pädagogische Personal den Entwicklungsstand und die Kenntnisse des Kindes vermerkt.Diese Beobachtungen  sind gesetzlich verpflichtend in regelmäßigen Abständen auszufüllen. Dafür haben alle Gruppenleitungen in der Woche eine Stunde Verfügungszeit.

Dazu gibt es drei verschiedene Vorlagen

  1. perik Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag
  2. sismik Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen
  3. seldak Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern

    zu a): Perik dieser Bogen beschäftigt sich hauptsächlich mit positiver Entwicklung und Resilienz (widerstandsfähige und stark machende Kompetenz)  im Kindergartenalltag. Es geht um Basiskompetenzen, die gemeinsam den Grundstock bilden für aktuelles Wohlbefinden und seelische Gesundheit.

    Zu b): Sismik – hierbei geht es um Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern

    Zu c): Seldak – in diesem Bogen geht es um Sprache und Literacy (kindliche Erfahrungen, Interessen und Kompetenzen rund um Buch-, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur.).

    Wir haben uns zum Ziel gesetzt, zum jeweiligen 4. Geburtstag der Kinder die Bögen zu aktualisieren.

    Ebenso obliegt der Gruppenleitung die Aufzeichnung von Elterngesprächen, um die festgestellten Aussagen auch noch nach einem längeren Zeitraum nachlesen zu können.
    An den Eingangstüren befinden sich die aktuellen Wochenrückblicke, die täglich strukturiert über die Aktivitäten, Vorkommnisse und Beobachtungen der Gruppe  informieren. 

    Im Büro befinden sich Unterlagen, die besonders das pädagogische Personal betreffen: Urlaubskarten, Überstundennachweis, Protokolle der Teamsitzungen und die Karteikästen der Gruppen.
    Im Stahlschrank befindet sich die gesamte Korrespondenz mit allen Einrichtungen, mit denen der Kindergarten in Verbindung steht, dies sind u. a.: Landrats- und Jugendamt, Gesundheitsamt, Rathaus, Volksschule, Fachakademie, verschiedene Ministerien, Frühförderstelle, Sprachheilschule und Arbeitskreis.
    Aber auch Schriftverkehr hinsichtlich Fortbildung, Fachliteratur, Theateraktionen, interessante Zeitungsartikel und Rechnungsunterlagen finden sich hier.

    Die Qualitätsarbeit in unserer Einrichtung wird schriftlich und für jedermann ersichtlich dargestellt und garantiert. Sowohl in unserer Konzeption, als auch im Kindergarten-ABC für neue Eltern können besuchende Personen dies nachlesen.
    Mit dem Instrument der regelmäßigen Befragung (1 x jährlich) von Eltern, Kindern und Mitarbeitern in Form anonymer Fragebögen (bei Kindern durch Gespräche und Bilder) wird die Arbeit, ihre Qualität und eine evtl. nötig werdende Neuorientierung mess- und überprüfbar gemacht. 

    Neue Mitarbeiter müssen sich in unsere Vorlage einlesen und sich bindend auf unsere Vereinbarungen bezüglich der pädagogischen Arbeit und Qualität einlassen.  

    Die Leiterin repräsentiert die Qualitätsarbeit vor allen anderen Mitarbeitern als Vertreterin unserer Einrichtung. Sie fungiert als Koordinator und Verbindungsglied in alle erdenklichen Richtungen und ordnet Rückmeldungen für die Arbeit im Team (Eltern, Träger, Schule, Öffentlichkeit). Trotz dieser herausragenden und zentralen Rolle sind alle Mitarbeiter ausnahmslos dem Qualitätsversprechen verpflichtet. 

    Der Träger übernimmt die Verantwortung für die erforderlichen Mittel und das geeignete und gesetzlich vorgeschriebene Personalkontingent zur Umsetzung der formulierten Ansprüche und Ziele. 
    Leitung und Träger überprüfen die Arbeit in regelmäßigen Treffen und stimmen sich gegenseitig ab.

    Frühstück

    Am Vormittag frühstücken die Kinder der 1. bis 3. Gruppe gemeinsam nach dem Morgenkreis.
    Es soll für mindestens 15 Minuten am Tisch gesessen werden, um in Ruhe das Essen einnehmen zu können.

    In der 4. Gruppe findet das freie Frühstück statt, d. h. die Kinder dürfen selbständig entscheiden, wann sie essen gehen.
    Danach (in der Zeit von 10.30 – 12.30 Uhr) entscheiden die Kinder, ob sie nochmals essen gehen wollen, dazu steht der Esstisch bereit.
    Die Kinder haben die Möglichkeit, in einer Trinkflasche Saft oder Wasser von zu Hause mitzubringen. 

    Das Essen sollte möglichst abwechslungsreich und reich an Vitaminen und Ballaststoffen sein.
    Jeden Mittwoch gibt es Müsli oder Cornflakes. Das Müsli und die Milch bringen die Eltern mit.

    Einmal im Monat gibt es in der 1. Gruppe zwei Tage lang gemeinsames Frühstücksbuffet.
    An der Gruppentür befindet sich ein Aushang mit den benötigten Lebensmitteln, hier tragen sich die Eltern mit Namen ein und sorgen dafür, dass sich alles rechtzeitig im Kindergarten befindet. 

    In der 4. Gruppe wird einmal im Monat ein spezieller Buffet- oder Kochtag angeboten. Den Kindern soll die reichhaltige Vielfalt von Lebensmitteln nahe gebracht werden. 

    Es ist das Bestreben des Kindergartens, den Zucker- und Schokoladenkonsum der Kinder zu reduzieren. Wir legen Wert auf gesunde Ernährung und sind als Vorbilder dazu aufgefordert, selbst gesundes Frühstück mitzubringen. 

    Deshalb beteiligen wir uns außerdem am sog. „Schulfrucht- Programm“.
    Wir erhalten von unserem ortsansässigen Lebensmittelmarkt einmal wöchentlich Obst und Rohkost. Dies wird gemeinsam mit den Kindern geschnippelt und angerichtet, und steht jederzeit als gesunde Zwischenmahlzeit bereit.

    Mittagessen

    Auf Wunsch können die Kinder täglich an einem warmen Mittagessen teilnehmen.
    Dieses wird von der AWO zubereitet, in Styroporbehältern zu uns geliefert und von einer Mitarbeiterin serviert. Diese kümmert sich um kindgerechte Zubereitung, berücksichtigt besondere Wünsche der Kinder und motiviert zum Essen.

    Die Kosten belaufen sich auf € 3,50 pro Essen, dies wird über die Stadt Wörth mit den Eltern per Lastschrift abgerechnet. 

    Freispielzeit

    Im Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit, angeleitet oder selbständig, vielfältige Lernprozesse zu erfahren (z. B. bauen mit Bausteinen – konstruktives Denken, Rollenspiel – soziales Verhalten). 

    Außerdem dürfen die Kinder während der Freispielzeit alle Räume der Einrichtung in Kleingruppen nutzen (Flur, Turnhalle, usw.) – dabei werden vor allem Regelverständnis und Kooperationsbereitschaft in Kleingruppen geübt.  

    Die Kinder organisieren dadurch selbstbestimmt ihre Aktionen, mit wem sie wo spielen möchten.
    Ein ausgewähltes Thema wird in den jeweiligen Gruppen in gezielten Aktivitäten (Basteln, Bilderbuchbetrachtung) vermittelt, um Neugierde und Wissbegierde zu wecken und zu stillen.

    Bewegung ist für eine gesunde Entwicklung wichtig, deshalb dürfen die Kinder auch bei schlechtem Wetter mit Gummistiefeln und Matschhose ins Freie. 

    Mittwochs ist „Mitbringtag“. Alle Kinder dürfen ein Spiel, Kuscheltier o. ä. mitbringen.
    Für den Verlust oder die Beschädigung  von zu Hause mitgebrachten Spielsachen übernimmt die KiTa Rasselbande keine Haftung! 

Der Dialog zwischen Eltern und Einrichtung bildet die Grundlage einer sinnvollen Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes.

 Verschiedene Formen der Elternarbeit bei uns sind:

  • Tür- und Angelgespräche
  • Hospitation
  • Elternabende
  • Elterngespräche
  • Schwarzes Brett/Aushänge
  • Elternbeirat
  • Elternpost
  • Kummerkasten
  • Feste/Aktionen  
  1. Die Eltern informieren sich bei Tür- und Angelgesprächen, geplanten Elterngesprächen, in der Kindergartenzeitung, bei Elternabenden, Aushängen und Hospitationsterminen über die Arbeit der Einrichtung und die besondere Situation bzw. Entwicklung bezüglich des eigenen Kindes. 
    Die an den Gruppentüren ausgehängten Wochenreflexionen ermöglichen den Eltern einen schriftlichen Überblick über das Geschehen in der Gesamtgruppe.

    Äußerungen und Wünsche, sowie Anregungen der Erziehungsberechtigten werden ernst genommen und nach Möglichkeit in Arbeit und Planung mit einbezogen.
    Regelmäßige, anonyme Elternbefragungen ermöglichen den Ausdruck von Zufriedenheit oder aber das Äußern von Kritik. 

    Die spielerische und gezielte Förderung in der Gruppe, sowie die Beobachtung einzelner Kinder durch die pädagogischen Fachkräfte sichert und garantiert eine bedarfsorientierte, entwicklungs- und situationsgerechte Arbeit mit den Kindern.  
    Auffälligkeiten, evtl. Entwicklungsrückstände oder verstärkter Förderbedarf werden auf diese Weise festgestellt und mit den Eltern, gegebenenfalls durch Weiterempfehlung an Fachdienste, besprochen.
    Die angebotene Hilfestellung durch unsere Einrichtung oder andere relevante Stellen, unterstützt das gesunde Aufwachsen und Lernen des Kindes. 

  2. Die pädagogische Planung wird im größeren Rahmen (Feste, Veranstaltungen, bes. Ereignisse) im gesamten Team besprochen.
  3. Ausgerichtet an der Lebensnähe, dem Kenntnisstand und der Erfahrungswelt, sowie Wünschen der Kinder findet weiterhin die Planung in den einzelnen  Gruppen statt. Dabei konzentriert sich das Augenmerk auf ein sog. ausgesuchtes Rahmenthema. Die tägliche Arbeit in der Gruppe ersehen die Eltern  an der veröffentlichten Tages- bzw. Wochenreflexion vor den Gruppen. 

    Wünsche und Anregungen der Eltern aber auch Anliegen und Interessen der Kinder (Kreisgespräch, Kinderinterview) werden, so es sich als sinnvoll und machbar erweist, bei der Planung und Arbeit berücksichtigt.

    Vorgaben des bayerischen Erziehungs- und Bildungsgesetzes, spezielle Fachliteratur und Materialien in der Einrichtung, außerdem regelmäßige Fortbildung aller Mitarbeiter erleichtern den Arbeits- und Planungsprozess erheblich. 

  4. Orientiert an der Situation und dem Umfeld des Kindes wird insbesondere auf individuelle Förderung bei Schwächen und Entwicklungsrückständen geachtet. Gezielte, angeleitete Tätigkeiten während der Freispielzeit, freies Spiel mit altersgerechtem und wertvollem Spielmaterial und eine ausgewogene Partnerschaft in altersgemischten Gruppen ermöglichen und garantieren im Wesentlichen den Erziehungs- und Bildungs- und Betreuungsauftrag unserer Einrichtung.

    Im Übrigen trägt die Arbeit in Kleingruppen, sowie das Angebot eines besonderen Programms für die Schulanfänger zur Qualitäts- und Erfolgssicherung der pädagogischen Arbeit bei. 

  5. Die Eltern haben die Möglichkeit sowohl anonym (durch Elternfragebögen) als auch im direkten Gespräch Kritik, Beschwerden oder besondere Anliegen zu äußern. Zudem besteht die Möglichkeit, den Elternbeirat als Bindeglied und/oder Sprachrohr der Elternschaft zu instrumentalisieren.

    Bei einer sinnvollen Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes sehen wir Eltern als Verbündete; gemeinsam – konstruktiv kritisch, aber auch vertrauensvoll ist zielstrebige Arbeit möglich. 

    Krankheit – Unfälle

    Spätestens am 2. Tag nach der Erkrankung des Kindes sollte dies dem Kindergarten mitgeteilt werden. Auch Verletzungen auf dem Weg vom oder zum Kindergarten sind meldepflichtig, da in solchen Fällen der Gemeindeunfallversicherungsverband zu informieren ist.
    Eine Unfallmeldung ist zu verfassen und dorthin zu senden.
    Siehe Anhang.
    Bei ansteckenden Krankheiten darf das Kind den Kindergarten nicht besuchen. Übertragbare Krankheiten sind auch banale Erkältungskrankheiten, die mit starkem Schnupfen und Husten einhergehen können.
    Dabei sind wir größtenteils auf elterliche Einsicht angewiesen, die ihre Kinder zu ihrem eigenen Wohl eine gewisse Auszeit gönnen, um sich in ruhiger Atmosphäre zu erholen.
    Ansonsten ist die Erzieherin verpflichtet, auf Einhaltung des Besuchsverbots in diesen Fällen zu achten.
    Sie handelt pflichtgemäß im gesundheitlichen Interesse der ihr anvertrauten Kinder.
    Die Informationen des Infektionsschutzgesetzes erhalten alle Eltern.
    Eine Unterschrift belegt dessen Erhalt und die Kenntnisnahme der Eltern.
    Durch Niesen, Schleimabsonderungen aus der Nase und Husten kann es für andere Kinder durch Tröpfcheninfektion zu einer Erkrankung kommen.
    Dies sollte unter allen Umständen vermieden werden.
    Wenn im Kindergarten ein Unfall geschieht, wird das Personal als Ersthelfer fungieren.
    Verletzt sich ein Kind, wird sofort kontrolliert, was passiert ist, wo es eine Verletzung gibt und wie dem Kind Erleichterung verschafft werden kann.
    Wir versorgen die Kinder mit kühlenden Auflagen oder Pflaster.
    Um generell in der Lage zu sein, bei Unfällen fachkundig zu agieren, werden in zweijährigen Intervallen Fortbildungen vom bayerischen Rote Kreuz besucht, an denen das pädagogische Personal teilnimmt.
    Bei ernsten Verletzungen informiert das Personal sofort telefonisch die Eltern. Dazu sind im Kindergarten alle Telefon-Nummern in Karteikarten aufgelistet, auch die Mobil-Nummern.
    Unter Umständen muss der Notarzt angefordert werden.

    Sauberkeitsentwicklung

    Ab ca. 30 Monaten kann das Kind selbständig seine Darm- und Blasenentleerung üben.
    Mit ca. 3 Jahren ist diese Entwicklung in den meisten Fällen (tagsüber) abgeschlossen. In der Nacht nässen noch 10 % aller Erstklässer ein !
    Wir helfen den Kindern und Eltern, diese Zeit mit Geduld und Verständnis zu meistern.
    Wir sprechen individuell bei Problemen mit Ihnen und bieten Ihnen an, bei Fragen zu diesem Thema vertrauensvoll und sachgemäß zu reagieren.
    U. U. sind die Eltern in der Pflicht, uns bei der Pflege und Reinigung der älteren Kinder (ab ca. 3,6 Jahren) zu helfen, da die Erfahrung zeigt, dass diese die Sauberkeitserziehung durch diese Maßnahme auch konsequent daheim unterstützen.

    Kompetenzen

    Zu einem harmonischen Zusammensein gehören entsprechende Regeln!
    Wenn ich als Kind den Kindergarten Rasselbande besuche, darf ich: 

    • mitentscheiden, mit wem ich wann, wo, was spiele
    • mich in verschiedenen Bereichen aufhalten
    • Kinder in anderen Gruppen besuchen
    • Am Mitbringtag (immer Mittwochs) Spielsachen von zu Hause mitbringen  

      Ich werde: 

  • akzeptiert und respektiert, so wie ich bin
  • in meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und unterstützt(ich werde dort abgeholt, wo ich stehe)
  • mit meinem kulturellen Hintergrund gesehen  

    Im Umgang mit anderen habe ich folgendes zu beachten: 

    • wir treten, petzen, kratzen, schlagen und beißen uns nicht, denn Probleme sollen durch Gespräche gelöst werden
    • wir nehmen nichts weg und zerstören nichts
    • wir räumen gemeinsam auf
    • wir helfen uns gegenseitig
    • wir nehmen Rücksicht
    • wir lassen andere aussprechen und hören zu
    • wir bewerfen uns nicht mit Sand oder anderem Spielmaterial  

      Bin ich in der Lage, diese Regeln zu verstehen und einzuhalten, dann spricht man von 

      SOZIALKOMPETENZ 

      Ziel soll sein, das Kind eine gegenüber der Familie erweitere Gruppenzusammengehörigkeit und Gemeinschaft erfahren zu lassen, indem es lernt, Sozialverhalten innerhalb einer Gruppe zu verwirklichen, selbst Beziehungen aufzunehmen sowie Sozialverhalten auch in Begegnung mit anderen Gruppen und der Gesamtgesellschaft zu entwickeln. 

      In altersgemäßer Selbständigkeit und Verantwortlichkeit soll das Kind lernen 

  • eigene Bedürfnisse und Interessen, Gefühle und Ansichten zu äußern
  • sich Angriffen anderer zu erwehren, als auch Bedürfnisse von anderen zu bejahen
  • eigene Bedürfnisse zurückzustellen, Alternativen zu finden und auch anzubieten
  • bei Konflikten nach angemessenen Lösungen zu suchen
  • Partnerschaften einzugehen und Freundschaften zu schließen
  • Verantwortung für andere zu übernehmen und für Schwächere und Behinderte einzutreten, fremde Lebensformen, Verhaltensweisen, Weltanschauungen und Einstellungen zu achten.  

    In Bezug auf mich selbst, habe ich folgendes zu beachten: 

  • Wenn ich den Gruppenraum verlasse, muss ich nach Rücksprache mit der Erzieherin mein Foto an den entsprechenden Haken hängen, in den Flur dürfen 3 Kinder, in die Turnhalle ebenfalls 3 Kinder und ins Traumzimmer 2 Kinder aus jeder Gruppe, auf das Außengelände maximal 6 Kinder, die den Kindergarten schon länger besuchen, und die Verhaltensregeln gut kennen und verinnerlicht haben.
  • Der Gruppenraum darf nach dem gemeinsamen Frühstück, ca. um 10.00 Uhr verlassen werden.
  • Nur am Mitbringtag darf ich Spielsachen von zu Hause mitbringen und bin dafür selbst verantwortlich.
  • ich kann das nicht“ soll es nicht geben, zuerst wird alles probiert, klappt es nicht, kommt Hilfe
  • mit festem Schuhwerk darf auf Bäume geklettert werden, nicht mit „Flip-Flops“ und nicht mit Gummi-Stiefeln
  • nach dem Toilettengang und vor jedem Essen waschen wir uns gründlich die Hände mit Seife und trocknen sie ordentlich ab
  • Fahrrad und Laufrad fahre ich nur mit Helm, Inliner mit Schutzkleidung
  • Für alle Kinder gelten die gleichen Rechte und Pflichten
  • Bei nassem und matschigem Wetter ziehen wir uns Matschhose und Gummistiefel an
  • Beim Spielen im Kindergarten trage ich Hausschuhe  

    Bin ich in der Lage, diese Regeln zu verstehen und einzuhalten, dann spricht man von 

    SELBSTKOMPETENZ 

    Zur Entwicklung einer eigenen und individuellen Persönlichkeit sollen spielendes Gestalten, gestaltendes Spielen, Bewegung, Aktivität und Ausdrucksmöglichkeit des Kindes gefördert und geweckt werden. Seine schöpferischen Fähigkeiten sollen entfaltet und sich in der rhythmisch-musikalischen Bewegungserziehung, der Erziehung zum bildnerischen Gestalten und in der Spracherziehung wiederfinden.  

    Seelisch-geistige Kräfte sollen in richtigem Verhältnis von Spannung und Entspannung freigesetzt werden, spielend sind Raum- und Zeitdimensionen zu erfahren. 

    Im spielenden Umgang mit der Sprache und ihren musikalischen Elementen sollen Sinne für Klangqualitäten, Rhythmus und Melodik geweckt werden. 

    Das Körpergefühl wird lebendig erhalten und differenziert, die körperliche Geschicklichkeit und Sicherheit verbessert. Dabei werden auch Konzentrations- und Reaktionsvermögen gefördert.  

    Im Umgang mit meiner Umwelt habe ich folgendes zu beachten: 

  • Möbel, Jalousien und Fensterbänke gehören zum Inventar und dienen nicht zum Klettern und Spielen
  • Spielsachen werden nicht in den Mund genommen, nicht beschädigt oder geworfen
  • Wir essen am Tisch, gebrauchte Tassen, Löffel und Geschirr werden in die Spüle gestellt
  • Die CD-Player werden nur von den Erzieherinnen bedient, nach Einweisung auch von den Kindern
  • Pflanzen und Bäume auf dem Außengelände und in der Umgebung werden nicht zerstört
  • Wir ernten das Obst erst, wenn es reif ist
  • Der Sand bleibt im Sandkasten und wird nicht auf den Wegen verteilt, weil sonst die Fahrradfahrer hinfallen
  • Wir sortieren unseren Müll
  • Der Umgang mit Schere und Kleber ist sorgfältig und vorsichtig
  • Die Fahrzeuge im Flur werden vorsichtig gelenkt und niemand soll durch zu schnelles Fahren gefährdet werden
  • Die Lichtschalter sollen nur bei Bedarf betätigt werden
  • Informationsmaterial am Bürofenster ist nur für die Erwachsenen bestimmt
  • Mit den Bausteinen gehe ich angemessen um und teile sie auch mit anderen Kindern  

    Bin ich in der Lage, diese Regeln zu verstehen und einzuhalten, dann spricht man von 

    SACHKOMPETENZ

    Das Kind soll im Rahmen der Sachkompetenz auch Umwelt- und Naturverständnis erlangen. Es soll hierbei 

  • Elementare Einsichten in Sinn- und Sachzusammenhänge gewinnen
  • Häusliche Lebensgewohnheiten einüben
  • Eine unmittelbare Beziehung zu Pflanzen und Tieren aufbauen
  • In seinem Naturverständnis und seiner Einsicht in physikalische Gesetzmäßigkeiten gefördert werden
  • Im Umgang mit einfacheren Materialien, Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen Fertigkeiten erlangen
  • Öffentliche Einrichtungen, die Arbeitswelt, die Welt der Technik und des Verkehrs kennen lernen und sich darin richtig verhalten können
  • Der sachgerechte, sparsame und wertschätzende Umgang mit Natur, Umwelt und Gebrauchsgegenständen vermittelt werden.  

    Habe ich Sozial-, Selbst- und Sachkompetenz erlangt, dann bin ich der Lage, gegenwärtige und zukünftige Probleme zu lösen und das Leben in der Gesellschaft zu meistern.  

    Auch im weiteren Leben werde ich ständig mit neuen Regeln konfrontiert. Aus diesem Grund werden die Prozesse nie ganz abgeschlossen sein – ich lerne im Leben nie aus.

    Das pädagogische Personal berücksichtigt: 

  • Um 9.00 Uhr werden die Außentüre verschlossen
  • Es wird täglich eine Anwesenheitsliste geführt
  • Benutztes Geschirr wird gereinigt und aufgeräumt
  • Im Außenbereich verteilen wir uns und sind für alle Kinder verantwortlich
  • Die Turnzeiten sind für die Gruppen festgelegt und einzuhalten  

    Die Eltern beachten bitte: 

  • Den Inhalt des A – Z des Kindergartens
  • Die Bring- und Abholzeiten, die gebucht wurden
  • Telefonische Abmeldung bei Krankheit und/oder Urlaub
  • Bei Wechsel der abholenden Person bitte vorher im Kindergarten Bescheid sagen
  • Beim Bringen und Abholen nur auf den dafür vorgesehenen Parkflächen stehen bleiben, nicht auf der Straße
  • Ordnung des Garderobenplatzes, waschen der Matschhose und Gummistiefel
  • Im Sommer den Kindern eine Kopfbedeckung/Sonnenschutzmittel mitgeben
  • Alle Gegenstände mit Namen des Kindes beschriften
  • Die Aushänge im Eingangs- und Gruppenbereich beachten
  • Den Briefkasten des Kindes nach Post absuchen und regelmäßig leeren  

    Das päd. Fachpersonal hat die Aufgabe, den Kindern beim Erreichen der vorangegangenen Kompetenzen Hilfestellung zu leisten.
    Wichtigste Grundlage hierfür ist die Akzeptanz, jedes Kind als Individuum zu sehen und es da abzuholen, wo es steht“. 
    Im Bereich der Sozialkompetenz muss dem Kind ermöglicht werden, seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen unter Berücksichtigung der „Gesamtgruppe“. 
    Bei Konflikten werden dem Kind Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt und vorgeschlagen. 

    Im Bereich der Selbstkompetenz plant das päd. Fachpersonal den Tagesablauf so, dass es den Kindern zur Orientierung dient und ihnen alle Bereiche, in denen Kinder lernen und experimentieren können, abdeckt.

     Kindergarten als Ausbildungsstätte

    Erwartungen von uns an Vorpraktikanten/Kinderpflegerinnen
    Persönlicher Einsatz und Berufsinteresse:
    Nach den Wochen der Eingewöhnung und des Kennenlernens, sollten täglich anfallende Aufgaben selbständig übernommen werden.
    Es sollte ein reges Interesse an den Kindern, am Gruppengeschehen, an Teamarbeit, Eltern, Arbeitsweise und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen vorhanden sein.
    Nach und nach sollte im pädagogischen, hauswirtschaftlichen, pflegerischen und organisatorischen Bereich Initiative ergriffen werden und sich Einsatz und Ideen für einzelne Kinder und/oder die Gruppe entwickeln.
    Vorstellungen, Ziele und Durchführungsmöglichkeiten sollten entwickelt und im Tagesablauf, bei Veranstaltungen oder in Aktivitäten umgesetzt werden. Gelerntes soll verinnerlicht und angewendet werden. Der Praktikant soll ausprobieren, üben, Aufgaben umsetzen und Anregungen mitbringen.
    Er soll die Aufgaben der Fachakademie, bzw. Kinderpflegeschule gewissenhaft umsetzen und der Einrichtung rechtzeitig mitteilen.

    Erzieherische Fähigkeiten:

    Der Praktikant sollte keine Probleme damit haben, auf andere zuzugehen, Kontakte aufzunehmen und Kontaktangebote anzunehmen (Kinder, Eltern, Kollegen ect.)
    Er sollte in der Lage sein zu lernen, Situationen, Kinder, sich selbst eigene Verhaltensweisen und Wechselwirkung sowie Erziehungsmodelle wahrzunehmen, zu beobachten und einzuschätzen.
    Er muss mit Kindern umgehen können und ein Gefühl dafür entwickeln, welche Bedürfnisse die einzelnen Kinder haben (Einfühlungsvermögen, Zuwendung, Geduld, Ausdauer, Distanz – Nähe, Zurückhaltung – Initiative, Anleitung von Kindern).
    Er sollte sich den Kindern gegenüber durchsetzen und ihnen zeigen können, dass er eine Autorität ist, was auch bedeutet, dass er den Kindern Grenzen setzen kann, ihnen aber auch die nötigen Freiräume bietet.
    Er sollte sich kindgerecht ausdrücken können.
    Nach einer gewissen Zeit sollte er in der Lage sein, einzelne Kinder, Kleingruppen oder die Gesamtgruppe durch überlegtes oder intuitives Reagieren oder Handeln (je nach Situation) zu führen.
    Er sollte lernen, Erziehungsmittel sinnvoll und angemessen einzusetzen. 

    Arbeitsweise

    Er muss in der Lage sein mit anderen (Kindern, Eltern, Team) freundlich, akzeptierend und liebevoll umzugehen.
    Er sollte umsichtig, mitdenkend, verantwortungsvoll, zuverlässig und hilfsbereit sein und sich an den anfallenden Aufgaben beteiligen.
    Die übertragenen Aufgaben und Anweisungen sollten stets zuverlässig ausgeführt werden. 

    Mit Materialien und Räumlichkeiten sollte er sorgfältig umgehen.
    Die eigene Arbeitsweise sollte zielgerichtet, überlegt und geplant sein.
    Er sollte sich stets mit der Anleitung absprechen.
    Eigenschaften, die er mitbringen sollte: kollegial sein, kompromissbereit, belastbar und konfliktfähig. 

    Er sollte in der Lage sein, die eigenen Stärken in die Arbeit einzubringen. Der Praktikant sollte sich über bestehende Regeln des Kindergartens informieren, die schriftlichen Unterlagen studieren und mit diesen arbeiten. 

    Reflexionsbereitschaft, -fähigkeit

    Der Praktikant soll eigene Verhaltensweisen, Grenzen, Fähigkeiten und Möglichkeiten wahrnehmen, einschätzen und überprüfen und die daraus resultierenden Ergebnisse in die weiterführende Arbeit miteinbeziehen.
    Er sollte eigenes sowie das Handeln anderer hinterfragen und diese miteinander vergleichen lernen.
    Die Fähigkeit, eigenes Empfinden, Erleben, eigene Gefühle und Erfahrungen wahrzunehmen und sich darüber bewusst zu sein gehört ebenso zu den gewünschten Eigenschaften wie die Bewusstheit der eigenen Rolle (als Mitarbeiter, Erziehender/Modell, Lernender...) und die angemessene Gestaltung.
    Eigene Möglichkeiten und Grenzen sollen erkannt und entsprechende fachliche Unterstützung und Hilfestellung angefordert werden.
    Erwartungen der Fachakademie für Sozialpädagogik an uns:

    Die Vorpraktikanten sollen die Möglichkeit haben:

  • Betriebliche Abläufe kennen zu lernen, d. h.
  1. Einsicht in die Sozialstruktur der Einrichtung bekommen
  2. die pflegerisch, hauswirtschaftlichen Arbeiten kennen lernen
  3. eigene Fähigkeiten/Kenntnisse in berufliches Tun umsetzen
  4. Verständnis für die Grundanforderung der beruflichen Tätigkeiten zu bekommen und diese in den Alltag zu integrieren 

 

  • Arbeitsfelder des Erziehers kennen zu lernen, d. h.

 

  1. Kennen lernen von sozialpädagogischen Einrichtungen und ihrer Aufgaben
  2. Erproben der eigenen Fähigkeiten in erzieherischen Situationen
  3. Erkennen der speziellen Belastung im sozialpädagogischen Beruf und der eigenen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
  4. kritische Begegnung mit der Erziehungspraxis
  5. Anbahnen eines reflektierenden Erzieherverhaltens  

    Grundsätzlich gilt: 

    Die Mitarbeit im pflegerischen/hauswirtschaftlichen Bereich darf 30 % nicht überschreiten.
    Der Praktikant soll alle schriftlichen Aufgaben unaufgefordert vorlegen.
    Einmal in der Woche ist ein einstündiges Anleitungsgespräch außerhalb der Gruppe zu führen. 
    Es ist zweimal im Jahr eine Beurteilung zu verfassen, die an die Akademie geschickt wird Teilnahme an zwei Anleitertreffen innerhalb des Jahres.
    Das Praktikum soll konstant in einer Gruppe abgeleistet werden.
    Eine pädagogische Fachkraft übernimmt verbindlich die Praxisanleitung. 

    Anleitung der Praktikanten

    Anleitungsgespräche finden einmal pro Woche für eine Stunde außerhalb der Gruppe statt.
    In diesen Gesprächen werden folgende Themen besprochen: 

    Gruppenzusammensetzung, Alter der Kinder, sozialer Hintergrund, Fähigkeiten und Schwächen einzelner Kinder, Fördermöglichkeiten, Termine, Aktivitäten, Jahresthema und dessen Umsetzung...
    Zu Beginn des Praktikums geht es in diesen Gesprächen hauptsächlich um die Kinder der Gruppe und die Einrichtung mit ihren speziellen Regeln und Gegebenheiten.
    Anstehende Fragen in Bezug auf die theoretische und praktische Durchführung von Arbeitsaufträgen der Fachakademie werden terminiert und besprochen.
    Aktuelle Situationen werden aufgegriffen und erklärt. Beobachtungen werden verglichen und Entwicklungsgespräche geführt. 

    Vor anstehenden Festen oder Elternabenden werden Aufgaben verteilt, geplant und vorbereitet. 

    Nach Seminar- und Unterrichtstagen an der Fachakademie wird besprochen, wie Aufgabenstellungen vorbereitet und durchgeführt werden müssen.
    Außerdem wird in den Anleitergesprächen die momentane Arbeit reflektiert und überdacht. 

    Erwartungen von uns an die Praktikanten der Fachoberschule: 

    Dieser soll sich über Regeln des Kindergarten rechtzeitig informieren und danach handeln.
    Bei anstehenden Fragen kann jederzeit die Gruppenleitung angesprochen werden.
    Der Praktikant soll hilfsbereit, zuverlässig und verantwortungsvoll sein, er soll Gefahren erkennen können und selbständig eingreifen lernen. 

    Er sollte ein offenes Wesen mitbringen und sich im Umgang mit Kindern wohlfühlen. Dabei soll er sich auch durchsetzen können und sich kindgerecht ausdrücken.
    Nach der Zeit der Eingewöhnung solle der Praktikant selbständig alltäglich anfallende Arbeiten erledigen.
    Er sollte sich immer seiner Vorbildrolle bewusst sein und sich entsprechend verhalten.  

    Erwartungen von der Fachoberschule an uns: 

    Während der Zeit, in der sich der Praktikant bei uns in der Einrichtung aufhält, soll ihm die Möglichkeit gegeben werden, Einblick in den Beruf der Erziehein zu bekommen. 

    Um dies zu ermöglichen, sollte die Anleitung stets für Fragen zur Verfügung stehen und wenn möglich ihre Handlungsweise dem Praktikanten erklären und transparent machen.
    Für den Praxisbesuch nehmen wir uns Zeit und führen mit der Lehrkraft ein Gespräch über den bisherigen Ablauf des Praktikums.
    Am Ende des Praktikums wird eine Beurteilung geschrieben. 

Sprachförderung im Elementarbereich

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im Rahmen der Bundesinitiative „Schwerpunkt –Kitas Sprache & Integration“ Fördermaßnahmen ergriffen, um bundesweit die Sprachförderung für Kinder im Vorschulalter zu intensivieren.
Für dieses Programm haben sich beide städt. Kigas mit Unterstützung des Trägers beworben und eine Zusage erhalten.
Daher kann ab dem 01.05.2011 bis voraussichtlich 31.12.2014 eine zusätzliche Erzieherin zur Sprachförderung aller Kinder eingestellt werden.
Frau Angela Pietsch ist für jeweils 15 Stunden pro Woche in der Einrichtungen tätig. 

Diese Maßnahme wird uns bei der ganzheitlichen Förderung unserer Kinder unterstützen.
Es geht darum, allen Kindern faire Chancen auf eine umfassende und frühe Förderung zu eröffnen. Hierzu sollen die Ressourcen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe aktiviert und durch modellhafte, bundesweite Ansätze gezielt gefördert und weiter entwickelt werden. Die Maßnahmen bauen darauf, die besonderen Stärken der vor– und  außerschulischen Bildungsangebote für einen verbesserten Bildungserfolg aller Kinder nutzbar zu machen sowie die Familien als Bildungsmotor ihrer Kinder aktiv mit einzubeziehen. 

Ziel der „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt – Kitas Sprache & Integration“ ist es, Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf frühzeitig durch eine alltagsintegrierte Förderung zu unterstützen. 

Im Unterschied zu den meisten Landesprogrammen setzt die Offensive des Bundes vor den Sprachstandsfeststellungen, die üblicherweise im 4. bzw. 5. Lebensjahr durchgeführt werden, an. Es sollen keine einmaligen Fähigkeiten getestet, sondern ein langfristiger Prozess ermöglicht werden.
Deshalb umfasst die Zielgruppe Kinder vor ihrem dritten Lebensjahr bis hin zu Kindergartenkindern. Also Kindern ab dem 3. Lebensjahr. Zielperspektive ist es, so früh wie möglich zu beginnen, um den Kindern viel Zeit zu geben, sich in der deutschen Sprache zuhause zu fühlen. 

Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf sind insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund, also Kinder, deren Sprachheimat nicht deutsch ist. Hinzu kommen Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien, die zuhause zwar deutsch sprechen, aber trotzdem einer besonderen Unterstützung im Spracherwerb bedürfen. 

Diese beiden Zielgruppen sollen erreicht werden. Sie sollen frühe Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg erhalten. Die Offensive will eine Verbesserung des erreichen, die zu einer Steigerung des Anteils dieser Kinder in Kindertageseinrichtungen führt.  

Die gemeinsame Schnittmenge der Zielgruppen, die durch die Offensive Frühe Chancen erreicht werden soll, richtet sich daher in ersten Linie danach, dass viele Kinder mit nicht deutscher Familiensprache bzw. aus bildungsbenachteiligten Familien in den auszuwählenden Kindertageseinrichtungen betreut werden. 

In zweiter Linie wird das Kriterium der unter Dreijährigen auf diese Zielgruppe gelegt, um diese Kinder möglichst frühzeitig zu fördern.  

Migrantenkinder im Kindergarten Rasselbande

Unsere Einrichtung wird von Kindern mit Migrationshintergrund aus verschiedenen Nationen besucht. Dies stellt eine große Herausforderung an Erzieher und Kinder und ist gleichzeitig eine Bereicherung für beide Seiten.  

Im Alltag werden die Kinder gleichberechtigt behandelt. Für sie ist es wichtig, dass das päd. Fachpersonal jeden Handlungsablauf sprachlich begleitet. So lernen die Kinder schnell, ein Verständnis für die deutsche Sprache zu entwickeln. Im Tagesablauf wird Wert darauf gelegt, dass viel vorgelesen, gesprochen und erklärt wird. Durch Einzelförderung wird der Spracherwerb intensiviert. 

In Bayern wurde der Vorkurs Deutsch für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache eingeführt. Nunmehr können an diesem Programm auch Kinder mit Deutsch als Erstsprache, die Unterstützung benötigen, teilnehmen.  

Der Vorkurs beginnt Mitte des vorletzten Kindergartenjahres und umfasst 40 Stunden.
Für die Vorschulkinder beträgt die Stundenanzahl im Kindergarten 80 Stunden und 120 Stunden werden durch eine Lehrkraft der Volksschule geleistet.

Dazu kommt Montags eine Lehrerin von 8.00 – 10.00 Uhr in unsere Einrichtung.
In den speziellen Vorkursstunden wird Wert darauf gelegt, dass mit den Kindern viel gelesen und gesprochen wird. Dabei arbeiten Lehrkraft und Erzieherin eng zusammen, so dass die Themen der Lehrkraft anschließend von der Erzieherin aufgegriffen und vertieft werden. 

Für jedes Vorkurskind wird eine Mappe geführt, die den Eltern zur Einsicht zur Verfügung steht. Dieses Programm ist ein Angebot zur speziellen und gezielten Sprachförderung und eine zusätzliche Unterstützung, die auf der Freiwilligkeit seitens der Eltern beruht. 

Im Alltag achtet das päd. Personal darauf, dass Kinder deutscher Herkunft Patenschaften übernehmen und das Kinder mit Migrationshintergrund in die Spielgruppen integriert werden.  

Durch die Anschaffung und Anwendung spezieller Sprach- und Hörspiele werden die Kinder zusätzlich während der Freispielzeit gefördert. Des weiteren werden Spiele so abgewandelt, dass die sprachlich zu fördernden Kinder mitspielen können.    

Um einen guten Informationsaustausch zu gewährleisen, laden wir die Eltern in den Kindergarten ein. Bei Verständigungsproblemen bitten wir darum, jemanden zum Übersetzen mitzubringen.

Die Bedeutung der Bewegung für die Sprache

Das Erlernen der Sprache ist keine isolierte Angelegenheit, sondern ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren. Um das komplizierte System der Sprache (Lautbildung, richtige Wortwahl, Grammatik und Satzbau) zu beherrschen, müssen wichtige Grundvoraussetzungen erfüllt werden.

Eine davon ist, dem Kind Bewegung zu ermöglichen. Denn die Bewegung hat für die Sprachentwicklung vielfältige Bedeutung: 

  1. Bewegung als Grundlage für die Wahrnehmungsentwicklung  

    Eine Voraussetzung zum Erlernen der Sprache ist eine intakte Wahrnehmung, die dem Kind ermöglicht, alle Reize aufzunehmen, zu verarbeiten und miteinander in Beziehung zu setzen. Wahrnehmung geschieht u. a. auch durch Bewegung: 

    • Wie verhält sich mein Körper, wenn ich krabble, laufe, hüpfe, springe, klettere?
    • Wie sieht die Welt vom obersten Ast eines Baumes aus, wie sieht sie z. B. im Kopfstand aus?
    • Wie muss ich meinen Körper einsetzen, wenn ich etwas fangen, abwerfen, tragen, festhalten will?
    • Was ist schnell, langsam, oben, unten, rechts, links, vorne, hinten?
    • Wie bewegt man sich auf verschiedenen Untergründen?  

      Durch Bewegung wird schärfer und intensiver wahrgenommen und diese Wahrnehmung reizt zur Bewegung. Durch Bewegung werden Denkprozesse angeregt, die zur Sprachentwicklung wichtig sind, denn Sprache ist ja ausgesprochenes Denken. 

      Einmal in der Woche kann jede Gruppe ein gezieltes Turn- und Bewegungsangebot im Turnraum anbieten. Die jeweilige Erzieherin plant und bereitet dieses Angebot für ihre Gruppe vor. Dabei werden oft die Gruppen geteilt, damit einerseits die Verletzungsgefahr eingedämmt wird und anderseits dem Bewegungsdrang jedes Kindes nachgegeben werden kann. 

      Im Geräteraum, der dem Turnraum angeschlossen ist, stehen Geräte z. B. Bälle, Seile, Säckchen, Reifen usw. zur Verfügung. Im Turnraum selbst sind Sprossenwände fest integriert und Turnbänke und Matten können in Bewegungsbaustellen einbezogen werden. 

      Ein fester Bestandteil unseres Tagesablaufs ist das Freispiel im Garten. Wir gehen täglich zwischen  ca. 11.00 und 12.00 Uhr raus. Die Kinder können sich rund um das Haus bewegen und die vorhandenen Geräte nutzen. Dies sind ein Klettergerüst, Schaukeln, Rutschen, ein Kahn und die Matschanlage (diese wird in den Sommermonaten angestellt).  

      Weiterhin stehen den Kindern Sandkästen zum Spielen und Graben zur Verfügung. In einem kleinen Gerätehaus befinden sich diverse Sandspielsachen und Rädchen zum Fahren.

      Regelmäßig gehen die Gruppen spazieren. Dadurch lernen die Kinder den Umgang im Straßenverkehr und entdecken ihre nähere Umgebung. 

  2. Bewegung als Grundlage für die Ausbildung der gesamten Körpermuskulatur  

    Je jünger ein Kind ist, desto großräumiger sind seine Bewegungen. Aber das Beherrschen der Grobmotorik ist Voraussetzung für die Entwicklung feinmotorischer Fähigkeiten. Hier ist der Spannungszustand der gesamten Körpermuskulatur von großer Bedeutung. Wir alle wissen, dass Muskeln immer wieder trainiert werden müssen, damit sie nicht erschlaffen oder verkrampfen. Darum müssen auch dem Kind immer wieder Möglichkeiten geboten werden, seinen Körper auf verschiedene Weise zu bewegen.

    Feinmotorische Bewegungsabläufe sind komplexer und müssen häufiger trainiert werden als grobmotorische. Zur Feinmotorik gehören hauptsächlich alle Bewegungen der Finger und Hände, aber auch die Geschicklichkeit der Sprechmuskulatur (Lippen, Zunge). Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Impulssteuerung für Handbewegungen und für Muskelbewegungen der Sprechorgane im gleichen Gehirnabschnitt liegen, was bedeutet, dass von der Entwicklung der Feinmotorik auch das Sprechen lernen abhängt.

  3. Bewegung als Grundlage der Kommunikation 

    Kinder teilen ihr Befinden zuerst durch Mimik, Gestik, Aktivität und Handlungen mit. Erst später kommt der Gebrauch der Sprache hinzu. An ihren Bewegungen lassen sich Gefühle wie Lust, Freude, Tatendrang, aber auch Trauer und Wut ablesen.

    Ist ein Kind in seinen Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt, fehlt ihm ein wichtiger Faktor, Stimmungen einzuschätzen und darauf einzugehen. So wird schon früh die Kommunikation unterbunden, die auf sprachlicher ebene schwer wieder aufgenommen werden kann.  

    Da sich der Körper des Kindes durch Wachstum und Veränderung der Körperproportionen verändert, ist es wichtig, Bewegung kontinuierlich zu ermöglichen.  

Aktionen für unsere Großen

Was speziell für die Vorschulkinder und ihre Familien angeboten wird:

Das Lernprogramm „Hören – Lauschen – Lernen“

Kinder im Vorschulalter haben in der Regel eine gut verständliche Umgangssprache, verfügen über einen ausreichenden Wortschatz und verwenden eine weitgehend korrekte Grammatik.
Die Kinder können meist ohne Probleme mit ihrer Umwelt kommunizieren. Bei dieser alltäglichen Kommunikation konzentrieren sich die Kinder aber ausschließlich auf die Bedeutung und den Inhalt des Gesagten. Die andere Seite der Sprache – deren Form und Struktur – ist ihnen noch nicht bewusst.
Vielen Vorschulkindern fällt es teilweise noch schwer, das, was sie sagen, in einzelne Wörter, Silben und Laute aufzuteilen. Später in der Schule sollen sie dann aber recht schnell lernen, dass diese Laute von bestimmten Zeichen – den Buchstaben – repräsentiert werden.
Sprachliche Bewusstheit ist eine sehr wichtige Voraussetzung zum problemlosen Lesen- und Schreiben lernen und entsprechend geförderte Kinder profitieren von diesem Trainingsprogramm. In den Gruppen findet täglich ca. 10 – 20 Minuten für die Dauer von 20 Wochen Hören- Lauschen- Lernen statt. Wir orientieren uns  an den Anweisungen zur Durchführung, können  aber auch individuell abwandeln, wenn Wiederholungen notwendig sind, oder schon auf die nächste Übung übergehen.
Immer nach dem Frühstück treffen sich die Grossen in einem separaten Raum, um dort in Ruhe zu arbeiten. Besprochene Übungsabschnitte werden gekennzeichnet und so kann immer genau verfolgt werden, wo die Gruppe steht, damit verschiedene Betreuungspersonen ohne langwierige Übergabegespräche mit der Gruppe arbeiten können.
Für die Eltern gibt es schriftliches Informationsmaterial, damit sie sich über die Inhalte und Methodik ein Bild machen können. 

Beratung der Eltern, Kontakt mit Lehrkräften der Grundschule

Den Eltern bieten wir im Rahmen von Elterngesprächen die Möglichkeit einer Beratung zur Überprüfung der Schulfähigkeit ihres Kindes. Gerade im letzten Jahr vor dem Eintritt in die Schule tauchen zu diesem Thema viele Fragen auf und ein Großteil der Eltern ist im Zweifel, ob ihr Kind mit den Anforderungen, die die Schule an es stellt, fertig wird. 

Diese Fragen können dann bei uns in einem Elterngespräch, sowie an dem Elternabend für die Vorschulkinder, an dem eine Grundschullehrkraft anwesend ist, besprochen und geklärt werden.

Die enge Zusammenarbeit mit der Schule und die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme ist ein wichtiges Ziel unserer schulvorbereitenden Maßnahmen. Die Kinder besuchen den Unterricht und die Lehrerin besucht den Kindergarten, um Barrieren abzubauen und Vertrauen herzustellen. 

Arbeitsblätter

Regelmäßig werden mit den Kindern Arbeitsblätter zu verschiedenen Themen, Schwungübungen und Anlaute geübt. Sie erhalten zum Ende ihrer Kindergartenzeit eine Mappe mit allen bearbeiteten Werken.

Bücherei

Einmal monatlich besuchen die Großen die städt. Bibliothek. Dort werden im Kreis Bilderbücher und Geschichten vorgelesen, es wird gespielt und gebastelt.
Zwei Mitarbeiterinnen der städt. Bibliothek stellen sich ehrenamtlich dafür zur Verfügung. 

Die Polizei besucht uns

Im Frühjahr besuchen die Herren der Verkehrserziehung unsere Einrichtung und besprechen mit den Kindern die Verhaltensregeln im Verkehr, üben Notrufnummern und gehen auf Risiken im Straßenverkehr ein.
Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes besuchen uns
Diese besprechen mit den Kindern das richtige Verhalten: Im Straßenverkehr, Schwimmbad,  Auto
Die Kinder lernen die Notrufnummer kennen: Tel 112 und setzen im Rollenspiel einen Notruf ab. Abschließend lernen sie sich gegenseitig Verbände anzulegen. 

Experimente

Bei den Kindern wird spielerisch die Begeisterung für die Naturwissenschaften geweckt.
Einfache Experimente verdeutlichen den Zusammenhang aus Natur und Technik und regen sie an, die Umwelt noch neugieriger und bewusster wahrzunehmen.
Dabei dürfen Spaß und spielerisches Lernen nicht zu kurz kommen. „Experimente“ finden separat ab Januar für die Vorschulkinder statt. In den Gruppen werden Experimente themenbezogen eingesetzt.
Die Kinder erhalten Anschauungsmaterial, in denen die Abläufe und das benötigte Material zu ersehen sind, um a) das Experiment daheim erneut ausprobieren zu können und b) den Ablauf anhand des Bildmaterials auch verbal wiedergeben zu können.
Im Flur befindet sich eine große Pinnwand, die ausschließlich für die bildliche Dokumentation der Experimenten-Gruppe vorgesehen ist. 

Höhere Anforderungen und Aufgaben

Von den Vorschulkindern wird im Tagesablauf mehr erwartet, als von den anderen Kindern. So lautet z. B. eine Regel beim An- und Umziehen in der Garderobe: „Die Großen helfen den Kleinen“. Auch bekommen die Vorschüler des öfteren Aufträge, bei denen sie in einer anderen Gruppe etwas ausrichten sollen oder abholen/abgeben sollen. Es wird ein größeres Maß an Selbständigkeit vorausgesetzt, auch in der Lösung von Konflikten untereinander.

Die Übernachtung

Am Ende der Kindergartenzeit findet von Donnerstag auf Freitag eine Übernachtung im Kindergarten statt.
An diesem Tag treffen sich die Kinder nachmittags mit den Utensilien für die Schlafnacht im Kindergarten.
Es werden verschiedene Aktivitäten angeboten, so gab es in den letzten Jahren Burgenbesichtigungen mit Schatzsuche, Schifffahrt auf dem Main, ein Städtespiel, Traktorfahrten u. ä.
Das Programm wechselt jährlich, abhängig von der Anzahl der Kinder, den Ideen und Angeboten.
Abends wird im Kindergarten gemeinsam gegessen, es gibt eine Gute-Nacht-Geschichte.
Für das gemeinsame Frühstück am nächsten Morgen bringen die Eltern etwas mit. Abschließend wird jeder Vorschüler „rausgeschmissen“ und zwar auf eine Turnmatte am Eingangstor mit dem Spruch:
„Du bist zu groß, du bist zu schwer, in den Kindergarten gehörst du nicht mehr“. 

Hinweise zur Kooperation von Kindertageseinrichtung und Grundschule in der pädagogischen Konzeption, mit deren geltenden Fassung sich die Eltern mit Unterschrift des Betreuungsvertrages einverstanden erklären

Der Übergang des Kindes in die Grundschule – Die Kooperation von Eltern, Kinder­tageseinrichtung und Grundschule als Partner in gemeinsamer Verantwortung für das Kind

Aufgabe der Kindertageseinrichtung ist es, die Kinder langfristig und angemessen auf die Schule vorzubereiten. Diese Aufgabe beginnt am Tag der Aufnahme.

Für eine gelingende Schulvorbereitung und Übergangsbewältigung ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Eltern, Kindertageseinrichtung und Grundschule erforderlich. Die Kooperation von Kindertageseinrichtung und Grundschule besteht zu einem wesentlichen Teil aus gegenseitigen Besuchen, bei denen Erzieherinnen, Lehrkräfte und Kinder miteinander in Kontakt kommen. Die Kindertageseinrichtung arbeitet insbesondere mit jener(n) Grundschule(n) zusammen, die sich in der näheren Umgebung befindet(n). Nicht auszuschließen ist, dass einzelne Kinder später in eine andere Schule kommen. Typische Besuchssituationen sind:

  • Lehrkräfte der Grundschule besuchen die Kindertageseinrichtung, um die Partnerinstitution Kindertageseinrichtung näher kennen zu lernen oder in Abstimmung mit der Kindertageseinrichtung den einzuschulenden Kindern Bildungsangebote zu machen oder einen Vorkurs durchzuführen. Die Lehrkräfte kommen hierbei zwangsläufig mit allen Kindern in der Einrichtung in Kontakt.
  • Die Kinder besuchen die Grundschule in Begleitung mit ihren Erzieherinnen. Alle Kinder sind daran beteiligt, wenn z.B. mit Schulklassen gemeinsame Projekte durchgeführt werden. Für Kinder, deren Einschulung ansteht, sind Schulbesuche wichtig, um den neuen Lebensraum Schule und die neuen Bezugspersonen frühzeitig kennen zu lernen. In Absprache mit der Schule besteht die Möglichkeit, dass Lehrkräfte speziell für diese Kinder in der Schule spielerisch gestaltete Unterrichtseinheiten anbieten oder einen Vorkurs durchführen oder Erzieherinnen die Kinder bei Aktionen im Rahmen der Schuleinschreibung begleiten (z.B. Einschreibungstag, Schnuppertag, Schul- bzw. Unterrichtsspiel).
  • Erzieherinnen besuchen die Grundschule, um die Partnerinstitution Grundschule näher kennen zu lernen bzw. am Schulunterricht zu hospitieren. Im Rahmen der Unterrichtshospitation können sie zugleich ihre „ehemaligen“ Kinder erleben und sehen, wie es ihnen in der Schule ergeht. Diese Eindrücke geben eine wichtige Rückmeldung an das pädagogische Personal.
  • Eine intensive Schulvorbereitung und damit Fachgespräche, in denen sich Kindertageseinrichtung und Grundschule über einzelne Kinder namentlich und vertieft austauschen, finden in der Regel erst im letzten Jahr vor der Einschulung statt. Zu dessen Beginn werden alle Eltern auf dem Einschulungselternabend und im Einzelgespräch um ihre Einwilligung ersucht, solche Fachgespräche bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern führen zu dürfen. Bei Kindern, die an einem Vorkurs teilnehmen, erfolgt das Einwilligungsverfahren in der Regel bereits im Jahr davor. An einem „Vorkurs Deutsch lernen vor Schulbeginn“ nehmen jene Kinder mit und ohne Migrationshintergrund teil, die einer gezielten Begleitung und Unterstützung bei ihren sprachlichen Bildungs- und Entwicklungsprozessen bedürfen. Die Kursteilnahme verbessert Startchancen der Kinder in der Schule. Dem Vorkurs geht eine Erhebung des Sprachstandes des Kindes in der ersten Hälfte des vorletzten Kindergartenjahrs voraus. Er beträgt 240 Stunden, die Kindergarten und Grundschule je zur Hälfte erbringen. Der Kindergartenanteil beginnt in der zweiten Hälfte des vorletzten Kindergartenjahres mit 40 Stunden und setzt sich im letzten Jahr mit 80 Stunden fort. Die Schule erbringt im letzten Kindergartenjahr 120 Stunden Vorkurs. Im letzten Jahr beginnt zugleich die Begleitung des Kindes, aber auch der Eltern beim Übergang in die Schule.

Konzept der alltagsintegrierten Sprachbildung  

Das Thema Sprache nimmt schon seit einigen Jahren in den Kindertagesstätten der Stadt Wörth einen besonderen Stellenwert ein. Aufgrund der vielen Familien mit Migrationshintergrund im Einzugsgebiet der Einrichtungen und der wachsenden Zahl der Asylbewerber mit Kindern, wird von den pädagogischen Fachkräften ein hohes Maß an Bereitschaft und Kompetenz zur Auseinandersetzung mit dem Thema sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit gefordert. 

Um dem daraus resultierenden steigenden Anspruch an ihre pädagogische Arbeit gerecht zu werden, haben beide Kindertagesstätten in der Zeit vom 01.12.2009 bis zum 31.05.2011 erfolgreich am Projekt „Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen“ des Bayerischen Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen teilgenommen. Dabei haben sie in folgende Themen Einblick erhalten: 

Sprachentwicklung und Sprachauffälligkeiten
„Sprache und Literacy“ im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan
Sprache als durchgängiges Prinzip im pädagogischen Alltag und in der Einrichtungskonzeption
Beobachtung und Dokumentation
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern im Hinblick auf „Sprache und Literacy“
Interkulturalität und vorurteilsbewusste Erziehung
Vernetzung und Kooperation 

Im Anschluss daran startete im April 2011 das Bundesprogramm Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration. Initiator ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

Es handelt sich dabei um ein Bundesprogramm, welches durch den Einsatz von zusätzlichen Fachkräften zur Unterstützung der sprachlichen Bildungsarbeit bezwecken möchte, die Qualität der Sprachförderung im Alltag der Krippen und Kitas zu verbessern. Durch frühzeitige qualitativ hochwertige Sprachförderung soll erreicht werden, dass alle Kinder, auch die aus Familien mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Schichten,  möglichst gute Chancen haben, in der Schule und folglich im ganzen Leben erfolgreich zu sein.  

Die Aufgaben der zusätzlichen Fachkraft, der sogenannten Sprachexpertin, lassen sich in drei Bereiche untergliedern:
Aufgabenbereich 1: Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung der Kitateams für alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit
Aufgabenbereich 2: Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung der Kitateams für die Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder
Aufgabenbereich 3: Exemplarische sprachpädagogische Arbeit mit Kindern insbesondere unter drei Jahren
Durch diese beiden eben beschriebenen Projekte wurde das Thema „alltagsintegrierte Sprachbildung“ zunächst einmal in den Mittelpunkt gerückt. Im Verlauf wurde deutlich, dass Sprache im Kita-Alltag überall präsent ist und nicht abgehoben oder separat entsteht. Entscheidend ist, dass die pädagogischen Fachkräfte eine sprachförderliche Haltung verinnerlichen und leben. 

Das vorliegende Konzept dient dazu, die Umsetzung dieser sprachförderlichen Haltung im Alltag der beiden Kindertagesstätten transparent zu machen und die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Wir betrachten dabei folgende vier Bereiche:
Wo findet Sprache im Alltag statt? 
   a) Sprachförderung in täglichen Standardsituationen
   b) Sprachförderung in vorbereiteten  Angeboten
Gelenkte Sprachförderung in Form des Vorkurs Deutsch 240
Interkulturelle Entwicklung und Mehrsprachigkeit
Kooperation mit Eltern im Hinblick auf sprachliche Bildung 

Wo findet Sprache im Alltag statt? 

Das Gespräch ist die Quelle für das Wachstum der Sprache des Kindes. Eine gute, kindorientierte Kommunikation ist so wichtig wie Regen für das Wachstum der Pflanzen. (Häuser et al. 2006: 71) 

Die im Zitat erwähnte kindorientierte Kommunikation stellt einen essentiellen Bestandteil der alltagsintegrierten Sprachförderung dar.
Die alltagsintegrierte Sprachförderung orientiert sich an den Themen der Lebenswelt der Kinder und an deren individuellem Entwicklungsstand. Sie findet im Rahmen der natürlichen Kommunikation statt und die Kinder erleben, dass Sprache nützlich ist, um eigene Ziele zu erreichen und sich mit anderen Personen verständigen zu können.  

Voraussetzung für eine gelingende alltagsintegrierte Sprachförderung der Kinder ist das Verinnerlichen einer sprachförderlichen Grundhaltung und die Umsetzung folgender Kommunikationsregeln durch die pädagogischen Fachkräfte: 

  • aktives Zuhören
  • Aufmerksamkeit schenken
  • Beobachten, um herauszufinden, was das Kind beschäftigt
  • sich bemühen, das Kind zu verstehen
  • Interesse zeigendes Nachfragen
  • sprachförderliche Strategien, wie z.B. einfühlsame Erweiterung, Alternativfragen
  • Abwarten; den Kindern Zeit lassen
  • Handlungen sprachlich begleiten
  • deutliche und richtige Aussprache
  • eigene Körpersprache beachten und bewusst einsetzen
  • Blickkontakt suchen
  • nonverbale Signale der Kinder wahrnehmen und aufgreifen

In sämtlichen Situationen kann bei entsprechendem Sprachverhalten der pädagogischen Fachkraft Kommunikation mit den Kindern stattfinden. Dabei sind Fortschritte in allen vier linguistischen Bereichen erzielbar:
Phonetisch-phonologischer Bereich: richtiger Einsatz und korrekte Aussprache der Laute
Semantisch-lexikalischer Bereich: Wortschatzerweiterung und Wortbedeutung
Morphologisch-syntaktischer Bereich: Wort- und Satzgrammatik
Kommunikativ-pragmatischer Bereich: Kommunikationsregeln, Sinn und Zweck von Sprache
Wir unterscheiden in unserer Arbeit zwischen der Sprachförderung in täglich wiederkehrenden Standardsituationen und der Sprachförderung in vorbereiteten Angeboten. 

Sprachförderung in täglichen Standardsituationen

Begrüßung 

Die Begrüßung ist die allererste Gelegenheit des Tages, um das Kind persönlich mit seinem Namen anzusprechen. Eine herzliche Begrüßung, während derer die pädagogische Fachkraft sich auf die Ebene des Kindes begibt oder es zu sich nimmt, kann bereits Anlass für einen ersten kleinen Dialog sein.  Das Kind spürt, dass es wahrgenommen wird und willkommen ist.
Findet mit den Eltern ein kurzer Austausch statt, erkennen diese, dass ihr Kind gesehen und ernst genommen wird. 

Verabschiedung 

Genauso wichtig wie bei der Begrüßung ist der kurze Austausch mit den Eltern bei der Verabschiedung des Kindes am Tagesende. Wann immer möglich, wird das Kind hier aktiv mit einbezogen (z.B. „Du hast heute so eine große Höhle gebaut und mit deinen Freunden darin gespielt. Magst du die Höhle der Mama mal zeigen?“)
Die persönliche Ansprache des Kindes zum Abschied rundet den Kita-Tag ab. („Schön, dass du da warst. Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag!“) 

Freispiel drinnen und draußen 

An dieser Stelle erhält der Begriff der vorbereiteten Umgebung große Bedeutung. Die pädagogischen Fachkräfte richten den Raum so ein und statten ihn mit Materialien aus, dass er die Kinder zur Kommunikation und Interaktion einlädt. Dementsprechend  wird auch in Bezug auf das Außengelände vorgegangen.
Während der Freispielzeit beobachten die pädagogischen Fachkräfte aufmerksam, wo es sich anbietet, sich in das Spiel der Kinder einzubringen. Dort unterstützen und erweitern sie die Kommunikationsprozesse der Kinder (z.B. im Rollenspiel). 

Aufräumen 

Der sprachliche Aspekt beginnt bereist mit dem Aufräumvers oder –signal, welcher/s ritualisiert eingesetzt wird, um die Aufräumsituation einzuleiten. Den pädagogischen Fachkräften kommt nun die Aufgabe zu, die Aufräumarbeiten der Kinder sprachlich zu begleiten. Indem sie, wo nötig, selbst mithelfen, fungieren sie als Vorbild. Dies kann gerade bei Kindern mit mangelnden Deutschkenntnissen sinnvoll sein, die die Bedeutung des Aufräumens erst noch erfassen müssen. 

Toilettengang / Hände waschen / Wickeln

Wickeln, Toilettengang, Händewaschen; all das sind Vorgänge, die täglich ein- oder sogar mehrmals stattfinden und nicht wenig Zeit im pädagogischen Alltag einnehmen. Die pädagogische Fachkraft kann sie entweder als lästige Notwendigkeiten betrachten, die möglichst schnell erledigt werden sollen, oder als ideale Möglichkeiten um mit den einzelnen Kindern Kontakt zu pflegen und Eins-zu-Eins-Kommunikation zu betreiben. Dann handelt es sich auch nicht um verlorene Zeit, sondern um wertvolle Momente für die Sprachentwicklung des Kindes. 

Vorbereitungen für den Mittagsschlaf 

Schon die Vorbereitungen für den Mittagsschlaf, beispielsweise das Ausziehen der Kleider, sind mit Gesprächen verbunden. Liest die pädagogische Fachkraft den Kindern dann noch eine Geschichte vor oder singt zum Einschlafen ein Lied, setzt sich der sprachförderliche Aspekt fort. 

Frühstücksvorbereitungen 

Das Tischdecken wie auch das Mithelfen beim Schneiden von Obst und Gemüse bieten hervorragende Gelegenheiten zum Benennen der Gegenstände und Lebensmittel und somit zur Wortschatzerweiterung.
Aufträge, wie „Du darfst drei Gläser auf den Tisch stellen.“, sind eine gute Übung für das Sprachverständnis. 
Helfen mehrere Kinder gleichzeitig, ist es erforderlich, dass die Kinder sich untereinander absprechen, wer welche Aufgaben übernimmt; d.h. sie werden ganz automatisch zur Kommunikation angeregt.
Anschließend können die Jungen und Mädchen noch selbst kontrollieren: Habe ich richtig gezählt? Hat jeder einen Teller? 

gemeinsames Frühstück / Mittagessen 

Gemeinsam wird die Essenssituation mit einem Tischspruch eingeleitet. Erfahrbar wird dabei der Klang und Rhythmus der (deutschen) Sprache, die richtige Aussprache sowie gegebenenfalls das Phänomen des Reimens.
Tischgespräche über das Essen selbst oder andere für die Kinder aktuelle Themen umrahmen die Situation sprachlich. 

Garderobensituation

Bevor wir an die Garderobe gehen, wird im Gespräch mit den Kindern erörtert, welche Kleidungsstücke heute geeignet sind.
Die Erzieherin ermutigt die Kinder beim An- und Ausziehen zur Selbstständigkeit, macht jedoch mit offenen, Interesse zeigenden Fragen deutlich, dass sie gerne unterstützt, wo es nötig ist. (z.B. Wie kann ich dir helfen?“ „Brauchst du noch etwas?“)
Wiederholt wollen wir darauf hinweisen, dass die unter 1. beschriebene sprachförderliche Grundhaltung in allen eben genannten Situationen beachtet und umgesetzt wird. 

Sprachförderung in vorbereiteten  Angeboten

Morgenkreis / Sitzkreis

Der Morgen- bzw. Sitzkreis allgemein enthält zahlreiche sprachanregende Elemente: In Form von Liedern, Fingerspielen, Reimen und Kreisspielen verknüpfen wir Sprache und Bewegung, leben Klang und Rhythmus der Sprache vor und spielen mit der Stimme.
Gestik und Mimik aber auch Gegenstände und Bilder setzen wir gezielt ein, um Sprache zu veranschaulichen.
Beim Bestimmen des Datums und dem Zählen der anwesenden Kinder üben wir den sprachlichen Umgang mit Zahlen. 

Turnstunde 

Mittels Bewegungsspielen und dem gezielten Einsatz verschiedener Materialien und Geräte verknüpfen wir Sprache mit Bewegung und Sinneserfahrungen. Außerdem erfordert die Turnstunde von den Kindern Konzentration und aufmerksames Zuhören, damit sie die Abläufe und Spielregeln verstehen. (z.B. „Wir stellen uns in eine Reihe.“ „Ihr dürft euch jetzt ein Seil nehmen.“)

Aktionen für die Vorschulkinder 

Im Rahmen von Aktionen, wie zum Beispiel einem Besuch bei der Polizei oder Experimenten mit Wasser, findet gezielte themenbezogene Wortschatzerweiterung statt. Hier lernen Kinder Sprache besonders leicht und nachhaltig, weil Verknüpfungen mit praktischen Erfahrungen vorhanden sind.
Fachleute, wie zum Beispiel die Polizisten, erläutern Sachverhalte aus ihrer Perspektive, in ihren eigenen Worten und auch mit einer anderen Stimme (z.B. einer Männerstimme). 

Kreativangebote 

Kreativangebote, wie Malen und Basteln, bergen Gesprächsanlässe. Die pädagogischen Fachkräfte initiieren Dialoge über Kunstwerke der Kinder und gehen auf Kommunikationsangebote der Kinder ein. Doch nicht nur das fertige Produkt, sondern der Entstehungsprozess mit all den Handlungen und Materialien, die dafür nötig sind, können zum Thema gemacht werden.  

Musikangebote 

Wiederholungen sind notwendig, damit Kinder sich Texte merken und neue Wörter sowie grammatische Strukturen dazu lernen können. Gerade in Liedern wird im Refrain immer wieder das Gleiche gesungen. Aber auch das ganze Lied an sich kann noch einmal und noch einmal wiederholt werden. Hinzu kommt, dass Musikangebote das Rhythmusgefühl stärken und den spielerischen Umgang mit der Stimme ermöglichen (mal singen wir ganz hoch, wie die Mäuse, mal brummen wir ganz tief, wie ein Bär…).
In Klanggeschichten verbinden sich Musik und Sprache wunderbar und die Kinder lernen auch, Klänge bewusst zu erzeugen. 

Bilderbuchbetrachtung 

Die pädagogischen Fachkräfte achten auf einen bewussten Wechsel zwischen Vorlesen und dialogischer Bilderbuchbetrachtung. Indem sie den Kindern entsprechende Bücher zur Verfügung stellen und im Gespräch über die Bilder auf persönliche Erfahrungen der Kinder eingehen, wird der Bezug zur Lebenswelt der Kinder hergestellt.
Wichtig ist bei der Bilderbuchbetrachtung, dass der Redeanteil der Kinder möglichst hoch ist.
Die Kinder sollen zum Sprechen angeregt und ermutigt werden, „Abfragen“ sind zu vermeiden.
Bücher sind außerdem ein Mittel, wodurch die Kinder ersten Kontakt mit der Schriftsprache bekommen. 

Waldtage 

Für unsere Waldtage werden mit den Kindern Regeln besprochen und verbale wie auch nonverbale Signale eingeführt, die sie kennen und verstehen lernen.
Das Umfeld Wald bietet ganz andere Möglichkeiten für Sinnes- und Bewegungserfahrungen als die Kindertageseinrichtung. Diese ummanteln wir sprachlich, so dass sich sowohl der Erfahrungs- als auch der Wortschatz der Kinder erweitern können.
Wir beobachten, dass gerade bei den Ausflügen in den Wald die Interaktion und Kommunikation der Kinder untereinander sehr rege ist. 

Bibliotheksbesuche

In der Bibliothek der Stadt Wörth kommen die Kinder mit der Schreib- und Lesekultur in Berührung und lernen den richtigen Umgang mit Büchern. Sie dürfen hier in die besondere Atmosphäre der Bibliothek eintauchen, in der Lauschen und Flüstern einen ganz neuen Stellenwert erfahren, und erleben, wie Bücher wertgeschätzt werden.
Im Voraus besprechen wir sowohl Verhaltensregeln als auch Nutzungsmöglichkeiten der Bibliothek. 

Spaziergänge/Ausflüge 

Bereits in der Planung des Ausflugs steckt viel Sprache drin. („Wir wollen heute einen Ausflug machen. Wo soll es hingehen? Zum großen Spielplatz? Oder zu der Wiese mit den Kastanienbäumen? Da könnten wir auch noch bunte Herbstblätter sammeln….Was meint ihr?“)
Sind wir mit der Gruppe draußen unterwegs, sehen und hören die Kinder ganz viel Interessantes, was Stoff für Unterhaltungen liefert.
Wie schon in Kapitel a) soll auch hier darauf hingewiesen werden, dass den pädagogischen Fachkräften ihre Sprachvorbildfunktion und ihr Einfluss auf das Sprachverhalten der Kinder bei allen vorbereiteten Angeboten bewusst ist. 

Gelenkte Sprachförderung in Form des Vorkurs Deutsch 240 

In Bayern wurde der Vorkurs Deutsch für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache erstmals im Schuljahr 2001/2002 eingeführt. Der Stundenumfang wurde im Laufe der Jahre von 40 auf 240 Stunden erhöht. Während der Vorkurs anfangs nur für Kinder mit Migrationshintergrund konzipiert war, so besteht dieses Angebot seit Oktober 2013 für alle Kinder mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf im Deutschen als Erst- und Zweitsprache. Der Vorkurs wird zu gleichen Anteilen von pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen und von Grundschullehrkräften in Kooperation durchgeführt. Zur individuellen Ermittlung des Teilnahmebedarfs dient die Sprachstanderhebung anhand des Sismik- bzw. Seldak-Bogens.  

Welche Prinzipien gelten für die Durchführung des Vorkurs Deutsch? Welche Ziele werden angestrebt? 

Kinder in ihrer Sprach- und Literacykompetenz stärken
an Bedürfnissen, Kompetenzen und Interessen der Kinder anknüpfen
mit und voneinander lernen im Dialog in heterogenen Gruppen
ganzheitliches und handlungsorientiertes Sprachlernen
aktive Einbeziehung der Eltern in das Bildungsgeschehen
Kindern und Eltern stärkenorientierte und prozessbegleitende Rückmeldung geben 

Interkulturelle Entwicklung und Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeit zu leben bedeutet, verschiedene Kulturen sichtbar zu machen, Wertschätzung zu zeigen und einen aktiven Umgang zu pflegen.
Wie setzen wir das in unseren Einrichtungen um?
Zum Einen räumen wir den Muttersprachen bzw. Herkunftsländern der Kinder einen eigenen Platz in der Kindertagesstätte ein, sei es in Form einer Landkarte, eines Begrüßungsplakates in verschiedenen Sprachen, mehrsprachigen Bilderbüchern, oder in Form eines Geburtstagsliedes, welches in verschiedenen Sprachen gesungen wird.
Zum Anderen besitzen die pädagogischen Fachkräfte Fachwissen über die in der Kita vertretenen Kulturen (z.B. Feste und Feiertage, Schriftarten) und sind offen dafür, sich dahingehend stets weiterzubilden.
Interkulturalität und Mehrsprachigkeit sind Themen, die unter den Teamkollegen/ innen immer wieder zum Thema gemacht werden. Dadurch setzen die pädagogischen Fachkräfte sich immer wieder bewusst damit auseinander und reflektieren ihre eigene Haltung sowie ihr Handeln.
In den Elterngesprächen geben wir den Eltern bei Bedarf und Interesse konkrete Tipps mit auf den Weg und bieten ihnen somit Hilfestellung dabei, wie sie ihr Kind in der Sprachentwicklung unterstützen können. (z.B. vermitteln wir, dass der Erwerb der Muttersprache wichtige Grundlage für den Zweitspracherwerb ist) 

Kooperation mit Eltern im Hinblick auf sprachliche Bildung

Je nach Bedarf der Eltern werden in den Wörther Kindertageseinrichtungen Informationsveranstaltungen zum Thema Sprache angeboten.  

Aushänge in den Fluren sorgen für Transparenz bezüglich der sprachpädagogischen Arbeit, die in den Einrichtungen stattfindet. Dadurch entsteht zudem die Möglichkeit, dass Eltern mit ihren Kindern über  das Präsentierte ins Gespräch kommen. Die Eltern wissen, was ihr Kind in der Kita gemacht hat und sind so in der Lage, zuhause daran anzuknüpfen.
Texte, der aktuellen Lieder oder Fingerspiele können die Eltern von uns erhalten.
 

Die Konzeption der Kindertagesstätten steht den Eltern zur Einsicht zur Verfügung.
In den regelmäßig stattfindenden Elterngesprächen wird neben anderen Entwicklungs-bereichen natürlich auch die Sprachentwicklung thematisiert. Es ist Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte, sich darauf vorzubereiten. Elterngespräche sind ein geeigneter Anlass, um sich mit Vater und Mutter eines Kindes über dessen sprachliches Verhalten zuhause und in der Kindertagesstätte auszutauschen. 

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die sprachlichen Fähigkeiten des Kindes zu bestimmten Terminen von einer externen Fachkraft aus einer Schule zur Sprachförderung (Dr.-Albert-Liebmann-Schule) einschätzen zu lassen. Anschließend findet ein Beratungsgespräch mit den Eltern und der zuständigen Erzieherin statt. 

Eine Büchertauschbörse sowie Buchausstellungen in den Kindertagesstätten tragen das Thema Literacy und Bilderbuchbetrachtung in die Familien. Es bietet sich an, hier Bücher auszuleihen, zu bestellen oder einfach mit dem Kind über die ausgestellten Bücher ins Gespräch zu kommen.

  • Müllabfuhrkalender

    Mülltermine 2013 - 2. Halbjahr

  • Stadtplan

    Stadtplan von Wörth a.Main

  • Apothekennotdienst

    Logo - Apotheke

© 2011 Stadt Wörth am Main, Luxburgstr. 10, 63939 Wörth am Main | Tel.: 09372 9893-0, Fax: 09372 9893-40 | E-Mail: postmaster@woerth-am-main.de