Stadt Wörth am Main - Stadt zwischen Römern und Franken
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Stadt zwischen Römern und Franken

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Wörth - Geschichte - RömerWörth a. Main kann auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurückblicken. Die historische Entwicklung lässt sich nicht nur theoretisch rekonstruieren, man kann sogar die einzelnen Phasen der wichtigsten Epochen bei einem gemütlichen Spaziergang "besichtigen" und den Grundriss der Stadt als anschauliche Geschichtsquelle "lesen".

Die römischen Soldaten haben wohl in der Zeit Kaiser Domitians (81 - 96 n. Chr.) ein einfaches Holz-Erde-Kastell und einige Jahrzehnte später in der Phase der Vorverlegung des Limes an den Main ein massives Römerkastell am Odenwaldlimes errichtet.
In fränkischer Zeit, also seit dem 6. Jahrhundert, war Wörth a. Main ein Zentrum königlicher Herrschaft und mit der St. Martinskapelle im heutigen Friedhof ein Ausgangspunkt christlicher Missionierung für das Odenwaldhinterland.

Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert (im Jahr 1291 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt) von den Herren von Breuberg unter der Oberherrschaft der Fürstbischöfe von Mainz am heutigen Standort weiter ausgebaut. Einige Wehrtürme und die Stadtmauer sind Zeugen aus dieser Zeit.

Die Lage am Main zwischen Spessart und Odenwald förderte die Bedeutung als Schiffbau- und Handelsplatz. Viele mittelalterliche und neuzeitliche Gebäude in der Altstadt zeugen vom frühen Wohlstand der Stadt.

Wörth - Wörther Geschichte - MainDie katastrophalen Hochwasser zu Ende des 19. Jahrhun-derts und die oben erwähnte Gründung des Stadtteils Neu-Wörth auf hochwasserfreiem Gebiet führten zu einem Be-deutungsverlust der Altstadt. Erst die grundlegende Sanie-rung der öffentlichen Infrastruktur und der Verkehrsflächen in den Jahren 1993 - 1996 und vor allem die Fertigstellung des Hochwasserschutzes im Jahr 2001 steuerten dieser Entwick-lung entgegen. Die Altstadt ist heute wieder ein zunehmend bevorzugtes Wohnquartier.
Der Stadtteil Neuwörth mit seinem geometrischen Straßennetz und den gleichförmigen Häuser-typen aus rotem Buntsandstein dokumentiert den wirtschaftlichen Aufschwung zu Beginn der Industrialisierung ab dem Jahr 1883.

Zudem wächst die Stadt in den neuen Baugebieten und ist heute eine beliebte Wohn- und Einkaufsstadt mit guter Infrastruktur und hohem Wohnwert.
Die bedeutendste politische Veränderung war der Übergang an Bayern im Jahr 1816. Damit liegt Wörth an der Landesgrenze zu Hessen und gehört zum bayrischen Teil des Wirtschaftsge-bietes Rhein-Main. 

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